Klimaschutz schadet nicht der Wirtschaft – Umweltministerin Hendricks zu Gast im Gutacher Bizzz

Veröffentlicht am 17.02.2016 in Pressemitteilungen

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) besuchte das Bauinformationszentrum in Gutach-Bleibach (Bizzz), um die Wohnungsbau-Offensive der Bundesregierung vorzustellen und über die Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens zu referieren. Vor ihrem Vortrag ließ sich Hendricks gemeinsam mit den SPD-Abgeordneten Johannes Fechner, Elvira Drobinski-Weiß und Sabine Wölfe von dem Gutacher Architekten Klaus Wehrle die Ausstellung des Bizzz rund um das Thema Bauen präsentieren. Fechner, der die Veranstaltung moderierte, dankte der Bundesumweltministerin für ihren großen Einsatz, mit dem sie sich „um die baldige Schließung von Fessenheim“ bemühe. Südbaden sei eine Region, die dem Umwelt- und Klimaschutz auf besondere Weise verbunden sei.

Hendricks betonte gleich zu Beginn ihrer Rede, dass das Pariser Abkommen „besser ist als alles, was wir erwartet haben.“ Es lege den Weg dar, wie die Menschheit aus dem fossilen Zeitalter hinaus komme, und zwar mit festem Datum. „Zuerst Kohle, dann Öl und Gas – in dieser Reihenfolge ist der Ausstieg zu vollziehen!“ Dies werde zu großen Veränderungen auch in Deutschland führen. Ausführlich widmete Hendricks sich dem Thema Energieeffizienz bei Häusern und riet Privatleuten, bei der Sanierung mit der Heizung anzufangen, denn „da sind die Kosten noch überschaubar. Lieber kleine Schritte als gar nicht vorankommen!“
Auch mit einigen Vorurteilen konnte die Bundesumweltministerin aufräumen: „Klimaschutz schadet nicht der Wirtschaft, er muss aber von der gesamten Bevölkerung getragen werden!“ Ministerin Hendricks thematisierte auch das Bündnis für bezahlbares Wohnen, welches kürzlich in Berlin vorgestellt worden ist. Damit will der Bund sicherstellen, dass in den nächsten Jahren der Wohnungsbedarf schnellstmöglich gedeckt werden kann. Hendricks zufolge wird der jährliche Bau von 350.000 Wohnungen erforderlich sein, um die Nachfrage zu decken. Allein für die anerkannten Flüchtlinge  werden 75.000 Wohnungen benötigt. „Wir haben in Deutschland gute Bedingungen, die Wirtschaft boomt.“ Deshalb soll es beim sozialen Wohnungsbau nicht zur Konkurrenzsituation zwischen Einheimischen und Flüchtlingen kommen.

Zum Schluss der Veranstaltung trug sich Barbara Hendricks in das von Bürgermeister Urban Singler bereit gelegte Goldene Buch der Gemeinde Gutach ein.

 
 

Homepage Dr. Johannes Fechner

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